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Mit der Ausrichtung des Astana Wirtschaftsforums drängt Kasachstans neu geschaffene Hauptstadt darauf, zu Orten wie Davos aufzuschliessen, um sich einen Platz in der Zukunft der Weltwirtschaft zu verschaffen.     
7.500 Delegierte sind für das fünfte Astana Wirtschaftsforum angemeldet. Unter ihnen sind berühmte Wissenschaftler, Nobelpreisträger und prominente Politiker.
Ihr Ziel ist es Empfehlungen für Regierungen zu erarbeiten, die dann vor die Vereinten Nationen, den Internationalen Währungsfond und die G20 gebracht werden sollen.
Das Forum in Astana zeichnet sich durch eine selbst entwickelte Initiative aus, die versucht, mehr Länder in die Entscheidungsprozesses über das Schicksal der Weltwirtschaft einzubeziehen.
 
Der Ministerpräsident des Landes sagt, die Teilnehmer beraten über den Zustand der globalen Wirtschaft, die Konsequenzen für ihre Länder, und wie man die Dinge ändern kann.
 
In diesem Zusammenhang hat der kasachische Präsident den Vorschlag eines G-Global gemacht. Das bedeutet, die demokratische Diskussion sollte nicht nur auf der G-8 oder G-20-Ebene geführt werden, sondern alle Länder sollten einen neuen wirtschaftlichen und finanziellen Kontext bilden.
  
Neben dieser Idee sucht Kasachstan auch nach Möglichkeiten, seine Nachbarländer einzubinden.
 
Eine Möglichkeit das zu erreichen wäre über die eurasische Wirtschaftsgemeinschaft der früheren Sowjetunion.
 
Ihr Generalsekretär Tair Mansurov meint, die Gemeinschaft habe diesen Ländern erfolgreich dabei geholfen, die Wirtschafts- und Finanzkrise zu überwinden:
 
“Wir haben einen brauchbaren, gemeinsamen Markt geschaffen, in dem 170 Millionen Menschen leben.
Schon bald nachdem die Bildung dieses Marktes 2008 von den Staatschefs beschlossen wurde, haben wir 2009 einen Krisenfond eingerichtet. Dieser Fond hat einen Umfang von 10 Billionen Dollar und ist eine grosse Hilfe für die Länder in unserer Gemeinschaft, die Schwierigkeiten mit ihrem Staatshaushalt hatten.”
 
Im Forum wurde auch über den zukünftigen Zustand der Weltwirtschaft diskutiert. Der Gewinner des 2004 vergebenen Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaft, Edward Prescott, teilt die häufig pessimistischen Prognosen nicht:
  
“Es wird weiterhin Finanzkrisen geben, es gab sie auch schon in der Vergangenheit. 1980, 1990, man kann noch weiter zurück gehen.Aber man kann sie überstehen, sie sind bloß temporäre Erschütterungen. Viel fundamentaler ist, wie produktiv die Menschen sind und wie schnell die Produktivität wächst, denn das bestimmt, wie schnell die Einkommen wachsen. Und das bestimmt die Unterschiede in unserem Lebensstandard, und zwar zu jeder Zeit und in allen Ländern.
   
Unter den Ideen, die im Forum diskutiert werden, ist auch die einer globalen Währung, die den Dollar ablösen soll.
 
Diese Idee wird mindestens von einem Nobelpreisträger unterstützt, von dem kanadischen Wirtschaftswissenschaftler Robert Mundell, der sagt, Länder, deren Handel eng mit dem Dollar verbunden ist, haben stark gelitten, wenn die Währung der Vereinigten Staaten ins Wanken geriet.
 

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