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Opposition: Öffentliche Hinrichtungen in Syrien

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Opposition: Öffentliche Hinrichtungen in Syrien

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Die Hoffnung auf eine politische Lösung für Syrien schwindet, der Kampf wird immer brutaler. An diesem Donnerstag soll die syrische Armee vier Männer in der Provinz Idlib öffentlich hingerichtet haben, wie das Syrische Menschenrechtsobservatorium in London meldete. Aktivisten berichteten von mehr als dreißig Toten. Wie immer lassen sich diese Angaben nicht überprüfen.

Ein Expertenbericht des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte spricht von schweren Menschenrechtsverletzungen und einem zunehmend militarisierten Kontext. Die meisten Gewalttaten würden von Armee und Sicherheitskräften verübt, doch auch die Rebellen hätten zahlreiche Folterungen, Hinrichtungen und Entführungen auf dem Gewissen.

Die knapp dreihundert UNO-Beobachter sehen hilflos zu, wie der offizielle Waffenstillstand täglich aufs Neue gebrochen wird. Derweil wählte das neue syrische Parlament in seiner konstituierenden Sitzung an diesem Donnerstag einen regimetreuen Anwalt zum Parlamentspräsidenten.