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Spanien: Bankia braucht noch mehr Hilfsgeld


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Spanien: Bankia braucht noch mehr Hilfsgeld

Erst sieben, dann neun, jetzt sind es 19 Milliarden Euro. Soviel Hilfsgeld braucht die Bankia offenbar von der spanischen Regierung. Die zum Teil verstaatlichte Großbank hat in Madrid einen Restrukturierungsplan vorgelegt und will dabei um etwa 19 Milliarden bitten. Am Freitag wurde die Aktie von Bankia vom Börsenhandel ausgenommen.

Der Finanzexperte Chris Scicluna: “Die spanische Wirtschaft steht unter enormem Druck, und der wird noch steigen, egal, was in Griechenland passiert. Vermutlich wird sich der spanische Immobilienmarkt in den kommenden Jahren erst wieder neu ausrichten müssen, in bezug auf die Absenkung der Häuserpreise etwa oder in bezug auf Altlasten, die bei den Banken lagern.”

Dabei ist die Bankia in Spanien kein Einzelfall. An allen Ecken und Enden ächzen die Geldhäuser, viele Beobachter fürchten wegen der Probleme eine Eskalation der Schuldenkrise. Die Märkte erwarten teils, dass die Bankenprobleme die Regierung dazu zwingen könnten, Finanzhilfe bei der EU zu beantragen.

Spanien, die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone, steckt wieder in einer Rezession, die Arbeitslosigkeit ist auf Rekordhöhe. Die Bankia war Anfang Mai teilverstaatlicht worden, weil sie die Verluste aus dem spanischen Immobilien-Crash nicht mehr alleine tragen konnte. Sie sitzt auf faulen Krediten in Höhe von mehr 30 Milliarden Euro.

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