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Bankia: Spaniens größtes Ramschpaket

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Bankia: Spaniens größtes Ramschpaket

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Die Rettung der spanischen Sparkasse Bankia wird noch teurer als erwartet: Sie will den Staat um weitere 19 Milliarden Euro bitten, mehr als vier Milliarden hatte sie schon zuvor erhalten. Mit 23 Milliarden wäre es die größte Rettungsaktion des Landes.

Die Ratingagentur Standard & Poors stufte die Bonität von Bankia auf Ramschniveau herunter. Sie stufte auch vier andere Banken herab.

Auf den Straßen Madrids ist man geteilter Meinung: “Die Regierung steht hinter Bankia, also kein Grund zur Sorge. Alle scheinen in Panik zu sein, aber ich sehe kein so großes Problem”, meint eine Passantin, eine andere hingegen klagt: “Ich habe nur geringe Ersparnisse, aber sie hindern uns selbst daran, das Wenige, was wir haben, auch zu bewahren”, klagt sie. “Ich fühle mich nicht sicher und erwäge gerade, das Geld abzuheben. Ich sorge mich wirklich darum, und diese Leute gehören in den Knast.”

An der Madrider Börse wurde die Notierung der Bankia-Aktien an diesem Freitag einstweilen ausgesetzt. Die viertgrößte Bank Spaniens gilt als größter Problemfall in der spanischen Finanzkrise, sie hat besonders viele “faule” Immobilien-Kredite in ihren Bilanzen.

Regierungschef Rajoy beriet über die angespannte Lage mit Oppositionsführer Perez Rubalcaba. Er hatte auch noch zu verkraften, dass die eigentlich reiche Region Katalonien um dringende Finanzhilfe bat.