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Menschenrechte: "Aserbaidschan - zero points"

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Menschenrechte: "Aserbaidschan - zero points"

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Die Show des diesjährigen Eurovision Song Contest in Aserbaidschan soll vor allem eins – das Image der früheren Sowjet-Republik aufpolieren. Die prunkvolle Crystal Hall in Baku wurde für das Ereignis in Rekordzeit hochgezogen.

16.000 Menschen hatten Tickets für die Show. Mit 124 Millionen Fernsehzuschauern in Europa wurde gerechnet.

Der deutsche Produzent Jörg Grabosch erinnert sich: “Das Besondere an diesem Eurovision Song Contest ist, dass es das erste Event in dieser neu gebauten Arena ist. Als wir hier vor acht Monaten anfingen, gab es gar nichts. Eine leere Insel, und dann ist ein Stadion gebaut worden.”

Fans von El und Nikki, die im letzten Jahr mit dem Titel “Running scared” den Eurovision Song Contest nach Aserbaidschan holten, sind auch wieder dabei.

Die Menschenmassen machen Sängerin Nikki sprachlos: “All die Dinge, die jetzt passieren, das enorme Gebäude, all die Menschen aus dem Ausland, die Aserbaidschan besuchen kommen, das fühlt sich einfach unglaublich an,” erzählt sie.

Wenig Erbauliches ist vielen Regimekritikern zufolge in Sachen Menschrenrechte geschehen. Fernab von den Kameras und Scheinwerfern verhafteten Sicherheitskräfte ein Dutzend Demonstranten, was die Aktivisten von Amnesty International zur Einschätzung veranlasste: “Aserbaidschan – zero points”.

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