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Französischer Libyen-Film in Cannes gezeigt

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Französischer Libyen-Film in Cannes gezeigt

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Beim Filmfest in Cannes hat Frankreichs Großphilosoph Bernard-Henri Lévy seinen Auftritt gehabt: Lévy stellte außerhalb des Wettbewerbs seinen Dokumentarfilm über den Umsturz in Libyen vor – “Der Schwur von Tobruk”.

Frankreich hat sich maßgeblich für den Sturz von Machthaber Muammar Gaddafi eingesetzt, für Flugverbotszone und Bombardierungen. Das waren auch Lévys Forderungen; schon früh stand er in Verbindung mit den Aufständischen.

In dem Film habe er versucht, alles wahrheitsgetreu
und zurückhaltend wiederzugeben, sagt Lévy. Es sei
keine Geschichte Libyens; über Libyen seien auch viele andere Filme denkbar. Hier gehe es um das, was er selbst erlebt habe – als Zeuge und auch als Handelnder.

An Szenen, die ihn selbst im Einsatz für die Freiheit zeigen, mangelt es nicht. Folgerichtig tut Lévy im Gespräch auch kund, dass ein Dokumentarfilm niemals objektiv sei.

Mit Libyen ist es für Lévy nicht getan: Mit seinem Film will er zeigen, dass das Gleiche auch in Syrien möglich wäre – wenn man es denn wollte. Es werde umso schwieriger, je länger man warte.