Eilmeldung

Eilmeldung

Gegenseitige Schuldzuweisungen nach Blutbad von Al-Hula

Sie lesen gerade:

Gegenseitige Schuldzuweisungen nach Blutbad von Al-Hula

Schriftgrösse Aa Aa

Sie liegen Seite an Seite, die Opfer des Blutbads von Al-Hula. Mehr als hundert Zivilisten wurden hier am Freitag getötet. Neue Todesopfer kommen nach und nach zum Vorschein.

Die Toten von Al-Hula, sie sind ein weiteres Symbol für das Scheitern des Friedensplans von UN-Vermittler Kofi Annan. Sie veranlassten den Syrischen Nationalrat in Istanbul dazu, einen bewaffneten Befreiungskampf zu erwägen, sollte die internationale Gemeinschaft nicht eingreifen.

Wie bereits zuvor wies das Regime in Damaskus jede Verantwortung von sich.

Jihad Makdesi, Sprecher in Syriens Außenministeriums, erklärte, “Regierungstruppen sind nicht die Urheber dieses Massakers. Die Regierung verurteilt das Blutbad. Es wurde von Terroristen verübt, die Syriens Menschen auf kriminelle Weise zur Zielscheibe machten: Frauen, Kinder und alte Menschen.”

Oppositionellen zufolge sollen hingegen Assads Truppen nach Protesten in Al-Hula die Stadt mit schwerer Artillerie beschossen haben. Bei dem Konflikt, der länger als ein Jahr andauert, sind Schätzungen zufolge bereits 10.000 Menschen getötet worden.