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Cannes-Auswahl enttäuscht Presse


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Cannes-Auswahl enttäuscht Presse

Nach Ende der diesjährigen Filmfestspiele in Cannes macht sich Unmut breit über die Qualität der Wettbewerbsbeiträge. Michael Hanekes Film “Amour” hat gewonnen. Insgesamt bewegen sich die Kommentare der Fachpresse zur Gesamtheit der Beiträge aber zwischen “langweilig”, “sich wiederholend”, “platt” und “enttäuschend”.

Und das sagen die Journalisten vor Ort. Mariangela Castrovillo vom italienischen Corriere Canadese: “Die Auswahl war nicht besonders brilliant. Wenig schöne Filme. Sehr viele hätten gar nicht im Wettbewerb gezeigt werden sollen”.

“Enttäuschend”, meint auch Carlos del Amor vom spanischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk TVE. “Die Auswahl war konservativ, ohne Mut. Vier der Regisseure hatten ja sogar schon einmal eine Palme gewonnen. Nichts Neues, kein Lichtstrahl, nichts Erinnerungswürdiges. Das ist eine der mittelmäßigsten Auswahlen, die ich je gesehen habe.”

“Die Qualität der Filme ist noch immer hoch”, betont hingegen Martina Riva vom italienischen Fernsehsender Sky TG 24. “In diesem Jahr war aber kein echtes Meisterwerk dabei, wie beim letzten Mal mit “The Artist” oder “The Tree of Live” von Terrence Malick. Diesmal gab es die bekannten Filmemacher, aber nichts Berührendes.”

Karin Badt, von der amerikanischen Huffington Post ist über die Auswahl froh und unglücklich zugleich: “Fröhlich, weil wir solide Filme zu sehen bekamen. Unglücklich wiederum, weil auch sehr schlechte Filme dabei waren. Dabei meine ich die für den Massenmarkt bestimmten Filme. Die waren eher leer.”

Die diesjährige 65. Jubiläumsausgabe des wichtigsten Fimfestivals der Welt wird vielen Gästen zumindest nicht auf Grund der gezeigten Beiträge in Erinnerung bleiben.

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