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Hague und Lawrow suchen nach Frieden für Syrien

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Hague und Lawrow suchen nach Frieden für Syrien

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Nach dem Massaker in der syrischen Stadt al-Hula hat der britische Außenminister William Hague an Russland appelliert, mehr Druck auf die Regierung in Damaskus auszuüben. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der beiden Außenminister in Moskau sagte Hague, dass in seinen Augen die syrische Regierung von Präsident Baschar al-Assad die Alleinschuld an dem Massaker trage.

Er sagte: “Es gehört zum Verhaltensmuster des Assad-Regimes, Greueltaten zu begehen und dann zu versuchen, andere für diese Greueltaten verantwortlich zu machen. Wir müssen da sehr genau hinsehen, so schwierig es auch sein wird, genau herauszufinden, was in jedem einzelnen Fall passiert ist.”

Russlands Außenminister Sergei Lawrow machte neben der Regierung in Damaskus auch – wie er sagte – “Extremisten” für das Blutbad verantwortlich. Die Syrer müssten zudem ohne Einmischung von außen über ihr Schicksal bestimmen.

Er sagte: “Es ist sehr wichtig, dass alle Seiten dasselbe Spiel spielen, und das heißt, die Umsetzung von Annans Friedensplan voranzutreiben und nicht einen Regimewechsel. Wir müssen unsere Prioritäten wählen. Was genau tun wir, um unsere politischen Ziele zu erreichen und Leben zu retten? Das ist die Frage.”

Sowohl Großbritannien als auch Russland unterstützen nach den Worten der Minister den Friedensplan des Sondergesandten Kofi Annan. Der wird noch an diesem Montag in Syrien erwartet, wo er sich laut Agenturmeldungen morgen mit Präsident Baschar al-Assad trifft. Bei dem Massaker in der Stadt al-Hula waren am vergangenen Freitag mehr als 110 Zivilisten getötet und mindestens 300 verletzt worden.