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Kofi Annan in Syrien: "Abscheuliches Verbrechen"

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Kofi Annan in Syrien: "Abscheuliches Verbrechen"

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Drei Tage nach dem Massaker in der syrischen Ortschaft al-Hula ist der UN-Sondergesandte Kofi Anan nach Syrien gereist. Er zeigte sich schockiert von dem Blutbad und nannte es ein abscheuliches Verbrechen, das schwerwiegende Folgen haben werde. Am Dienstag kommt Annan mit Syriens Präsident Baschar al-Assad zusammen.

Kofi Annan: “Ich fordere die Regierung dazu auf, nachdrücklich zu signalisieren, dass sie die ernsthafte Absicht hat, diese Krise friedlich zu lösen, und dass sie allen Beteiligten die Möglichkeit geben will, den passenden Rahmen für einen glaubhaften, politischen Prozess zu schaffen.”

Großbritannien und Russland zeigten sich heute einig darin, Annans Friedensplan zur Geltung zu verhelfen. Der britische Außenminister William Hague war zu Gesprächen nach Moskau gereist. Sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow meinte:

“Für uns ist es nicht wichtig, wer in Syrien regiert. Das wichtigste für uns ist, ein Ende der Gewalt zu erreichen, ein Ende des Tötens von Menschen, die meistens Zivilisten sind. Wir wollen den politischen Dialog voranbringen, bei dem die Syrer selbst über das Schicksal ihres Landes entscheiden.”

Unterdessen geht die Gewalt unvermindert weiter. Allein in Hama sollen unbestätigten Berichten zufolge am Sonntag bis zu 40 Menschen bei Angriffen der Assad-Truppen umgekommen sein. Laut Aktivisten gab es im ganzen Land wieder Gefechte mit vielen Toten und Verletzten.