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Schwarzer Montag für Spaniens Banken

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Schwarzer Montag für Spaniens Banken

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Gleich zu Handelsbeginn brachen ihre Kurse ein. Nach ihrer Teilverstaatlichung vor zwei Jahren braucht die Großsparkasse erneut Geld. Diesmal will sie 19 Milliarden Euro. Das ist mehr als doppelt so viel, wie die Regierung erwartet hat.

Die Märkte bezweifeln, dass die Regierung in der Lage ist, den Kapitalbedarf der spanischen Banken abzuschätzen. Die Zentralbank schätzt, dass in den Bilanzen noch rund 184 Milliarden fauler Kredite ((GRA3)) aus Zeiten der Immobilienblase schlummern.
Nomura International hat errechnet, dass eine Rekapitalisierung des gesamten spanischen Bankensektors nach dem Muster von Bankia 60 Milliarden Euro kosten würde. Die Regierung hat bislang 15 Milliarden eingeplant.

Für die Rettung von Bankia muss die Regierung Geld am Markt aufnehmen. Das wird die ohnehin schon hohen Refinanzierungskosten – über 6 Prozent – weiter in die Höhe schnellen lassen. Am Montag stieg die Risikoprämie, der Spread zu Bundesanleihen, auf einen neuen Rekord.

Das reicht aus, um die Staatsschuld weiter ansteigen zu lassen und erhöht den Druck, dass Madrid nach einem internationalen Hilfspaket ruft.