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Flame - die Bedrohung aus dem Internet

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Flame - die Bedrohung aus dem Internet

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Einem neuen hochkomplexen Computervirus auf der Spur: Im Moskauer Kapersky Labor versuchen IT-Experten, “Flame” zu knacken. Schon jetzt ist klar: Mit 20 Megabyte ist es deutlich größer als herkömmliche Viren. Seine Vorgehensweise: “Flame” kann Daten aus E-Mails, Dokumenten und aus Chats sammeln, Bildschirmfotos machen und Mikrofone einsetzen. Es verbreitet sich über USB-Sticks, E-Mails und Websites.

Für diesen russischen IT-Experten Vitaly Kamluk ist Flame der Prototyp einer Cyberwaffe. Das Virus belege, dass ein geheimer Cyberkrieg im Gange sei. Denn das wesentliche Merkmal eines Cyberkrieges sei die vollkommene Geheimhaltung.

“Flame” taucht vor allem im Nahen und Mittleren Osten auf. Insgesamt sollen bis zu 5000 Computer infiziert sein – darunter fast 200 im Iran.

Computerexperten vermuten eine Regierung als Drahtzieher, die über die nötigen Geldmittel verfügt. Das Virus Stuxnet, das große Ähnlichkeiten mit Flame hat, richtete sich vor zwei Jahren gezielt gegen das iranische Atomprogramm. Bereits damals wurde spekuliert, ob sich Israel hinter dem Cyberangriff verberge.