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Geht der Energiewende die Puste aus?

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Geht der Energiewende die Puste aus?

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Am sonnigen Pfingstwochenende haben die deutschen Solaranlagen einen Weltrekord aufgestellt: Sie produzierten 22 Gigawatt Strom, was in etwa der Leistung von 20 Atomkraftwerken entspricht.

Doch der Versuch am Pfingstmontag das ganze Land zumindest zeitweise ausschließlich mit grüner Energie zu versorgen, scheiterte. Die Sonne schien, aber der Wind machte nicht mit.

Den Politikern in Berlin bereitet nicht das Wetter sondern vielmehr der Stromnetz-Ausbau Kopfzerbrechen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel räumte ein, dass man mit vielen Projekten im Rückstand sei.

Grünen-Chef Cem Özdemir kritisierte die Verzögerungen in der Energiewende. Vor allem der Netzausbau ginge zu schleppend voran. Gerade für die großen Industriegebiete im Süden Deutschlands sind neue Übertragungsleitungen nötig.

Die Zeit drängt, denn bis 2022, sollen alle deutschen Kernkraftwerke vom Netz gehen. Experten zufolge ist das nur möglich, wenn Bund und Länder enger zusammenarbeiten, noch herrsche ein Kompetenzchaos in der Frage Atomausstieg.