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Kofi Annan in Syrien: Worte gegen Panzer und Artillerie

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Kofi Annan in Syrien: Worte gegen Panzer und Artillerie

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Es sollen “terroristische Banden” gewesen sein, die am Freitag in Al-Hula in der Provinz Homs ein Blutbad angerichtet haben – mitten in Syrien, mit schweren Waffen, wie UN-Beobachter anschließend feststellten: Panzer und Artillerie. Augenzeugen widersprachen der offiziellen Version der Regierung: Syrische Artillerie habe mit Raketen und Granaten auf Wohnhäuser geschossen. Anschließend seien Angehörige der gefürchteten regimetreuen Schabiha-Miliz von Haus zu Haus gegangen, um die Bewohner mit Pistolen und Messern zu ermorden.

An Ort und Stelle versucht Kofi Annan, Sondergesandter der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, seinen Friedensplan zu retten: “Ich fordere die Regierung auf, durch mutige Schritte zu zeigen, dass es ihr ernst ist mit ihrer Absicht, diese Krise friedlich zu lösen. Und alle Beteiligten: Helfen Sie, den richtigen Rahmen zu schaffen für einen glaubwürdigen politischen Prozess.”

Wie geht es weiter ? Nach dem Außenminister Walid Mouallem ist Annan heute mit Präsident Baschar al-Assad verabredet und will auch mit Oppositionellen sprechen. Die syrische Opposition hat den Weltsicherheitsrat aufgefordert, seiner Verantwortung zum Schutz des syrischen Volkes gerecht zu werden.

Syriens Verbündeter Russland nähert sich vorsichtig der Mehrheit im UN-Sicherheitsrat an: Er macht Syriens Regierung für das Massaker in Al-Hula verantwortlich. Frankreich und Großbritannien wollen eine Syrien-Konferenz einberufen. Am Sonntag und Montag starben laut Opposition 123 Menschen in Syrien.

mit AFP, dpa, Reuters, AP