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Referendum über Fiskalpakt in Irland

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Referendum über Fiskalpakt in Irland

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An diesem Donnerstag stimmen die Iren in einem Referendum über den europäischen Fiskalpakt ab.

Irland ist das einzige EU-Land, in dem eine Volksabstimmung zu dem Vertrag stattfindet.

Letzte Umfragen sagten eine breite Zustimmung der Iren von 57 bis 60 Prozent voraus.

Allerdings waren zuletzt auch noch zahlreiche Menschen unentschieden.

Der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei, Joseph Daul sagte zu der Abstimmung: “Natürlich beinhalten Referenda eine gewisse Problematik, die Menschen teilen dadurch ihre Stimmungslage in einem bestimmten Augenblick mit. Ich glaube aber, für die Iren ist dieses Referendum von grosser Wichtigkeit.”

Der Fiskalpakt bringe mehr Stabilität und Wachstum sagen die Befürworter, die Gegner sprechen von einem Vertrag über noch mehr Sparmassnahmen.

“Ich werde mit Ja stimmen”, so dieser Pub-Besitzer, “ich vertraue der Regierung. Wenn wir für den Vertrag stimmen, wird man uns helfen, wenn wir wieder in Not geraten. Sollten wir den Pakt ablehnen, dann wird es schwer für uns in Zukunft.”

“Ich weiss noch nicht, wie ich abstimmen werde, weil sind wir doch mal ehrlich: nicht einmal die Wirtschaftsexperten wissen noch, was hier richtig und falsch ist. Ich glaube ich werde erst in letzter Sekunde entscheiden, wohin ich mein Kreuz mache.”

“Ich stimme dagegen, ich habe genug Lügen von den Parteien gehört.”

“Ein Nein aus Irland würde den Fiskalpakt in seiner jetzigen Form nicht verändern”, so Euronews-Korrespondentin Fariba Mavaddat in Dublin, “denn nur 12 der 17 Euro-Staaten müssen ihn ratifizieren, damit er in Kraft tritt. Irland selbst aber hätte durch ein Ja Zugang zum europäischen Rettungsschirm ESM. Sicherheit gegen nationale Souveränität – darüber geht es am Donnerstag auf der grünen Insel.”

Wir haben Irlands Premierminister Enda Kenny gefragt, was seine Regierung zu tun gedenkt, sollten die Iren mit einem “Nein” den Fiskalpakt ablehnen.