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Beben in Italien - das Schlimmste ist: Es kann jederzeit wieder losgehen

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Beben in Italien - das Schlimmste ist: Es kann jederzeit wieder losgehen

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Nach zwei starken Erdbeben in neun Tagen im Norden Italiens können Geopysiker die verschreckten Menschen nicht beruhigen, im Gegenteil. Beim ersten Beben waren sieben Menschen gestorben, beim zweiten am Dienstag mindestens 16. Mehr als 250 Menschen wurden verletzt, 14 000 sind obdachlos. Noch viel mehr trauen sich auch so nicht mehr nach Hause.

Selvina Folloni aus Carpi:

“Wir haben Angst. Unsere Wohnung war nicht stark beschädigt, aber wir haben Angst, also sind wir raus und haben unser Zelt geschnappt. Mein Sohn pumpt gerade die Matratzen auf.”

Unter den Toten waren auch mehrere Arbeiter in den Ortschaften San Felice sul Panaro und Mirandola, die beim Einsturz von zwei Fabrikgebäuden ums Leben kamen. Und ein Ingenieur, der die Schäden des Bebens vom 20. Mai begutachtete. Arbeiter in Medolla trauern um einen Kollegen:

“Ich denke, ihm man hat ihm gesagt, es sei sicher. Also ging er wieder an die Arbeit, wie die anderen”.

Frage: Sie waren beruhigt?

“Ich meine, ja. Wenn sie uns sagen, es ist sicher … die Experten machen ihre Kontrollen. Und sagen, ‘gut, in Ordnung’”.

Viele Gebäude, die beim ersten Beben einen Knacks abbekommen hatten, stürzten beim zweiten ein. Der Sachschaden geht in die hunderte Millionen Euro.

mit Reuters, dpa