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Britische Ärzte planen ersten Streik seit 1975

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Britische Ärzte planen ersten Streik seit 1975

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Ärzte in Großbritannien werden zum ersten Mal seit 1975 in den Streik treten. Der britische Ärzteverband stimmte für einen eintägigen Warnstreik am 21. Juni. Mit der teilweisen Arbeitsniederlegung soll gegen die geplante Rentenreform protestiert werden. Die Notversorgung soll jedoch gewährleistet bleiben.

Hamish Meldrum ist der Vorsitzende des Ärzteverbands BMA: “Wir hoffen, dass die Öffentlichkeit erkennen wird, dass wir keine Sonderrechte fordern, sondern lediglich fair behandelt werden wollen.”

Die britische Regierung will, dass Ärzte mehr in die Rentenkasse einzahlen und länger arbeiten. Den geplanten Streik hält Gesundheitsminister Andrew Landsley für fahrlässig: “Patientenbetreuung ist mehr als Notfallversorgung. Patienten müssen kontinuierlich behandelt werden, und wenn die BMA die Behandlung durch solche Aktionen hinauszögert, entsteht ein Risiko für die Patienten.”

Die BMA hat 130.000 Mitglieder. Die Hälfte von ihnen beteiligte sich an der Urabstimmung und stimmte mit deutlicher Mehrheit für einen 24stündigen Streik.