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Erdbeben: Die Tragödien in Emilia-Romagna

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Erdbeben: Die Tragödien in Emilia-Romagna

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In dem kleinen italienischen Städtchen Cavezzo bei Modena haben Rettungskräfte eine Frau aus den Trümmern befreit. Die 65-Jährige hatte mit Hilferufen auf sich aufmerksam gemacht. Sie lag unter einem Schrank. Die Feuerwehrmänner räumten mit bloßen Händen die Steine weg und nach 10 Stunden hatte ihr Märtyrum ein Ende.

Allein in Cavezzo sind bei dem jüngsten Erdbeben drei Menschen ums Leben gekommen.

Innerhalb von 10 Tagen haben zwei heftige Erdstöße die Region erschüttert, mindestens 24 Menschen starben.

In Medolla stürzte eine Fabrik in sich zusammen und begrub dabei vier Arbeiter. Ihre Leichen wurden mittlerweile geborgen. Familienangehörige und Kollegen stehen unter Schock. Die Fabrikarbeiterin Monica Bonafin erklärt Journalisten gegenüber, dass sie auf keinen Fall zurück an die Arbeit gehen will, nicht bei all diesen Nachbeben.

Die Städte in der Nähe des Epizentrums sind evakuiert worden. Viele der jahrhundertealten Gebäude wurden schwer beschädigt oder stürzten ein. Wann und ob die Bewohner zurückkehren können, ist unklar.

Die italienische Regierung hat zum Wiederaufbau der Region eine Erhöhung der Benzinsteuer um zwei Cents verabschiedet.

Ein Hilfskonvoi aus Rom brachte Zelten, Betten, Kleidung und Trinkwasser in das Katastrophengebiet. Die Menschen in Emilia- Romagna bereiten sich auf eine weitere unruhige Nacht vor.