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Israel gibt Palästinensern Überreste toter Kämpfer zurück

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Israel gibt Palästinensern Überreste toter Kämpfer zurück

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Israel hat den Palästinensern 91 ihrer toten Kämpfer
zurückgegeben. Diese Kämpfer wurden in den letzten Jahrzehnten bei Angriffen auf israelische Einrichtungen getötet; etliche von ihnen sprengten sich auch bei Selbstmordanschlägen in die Luft.

Ihre Überreste lagen bisher auf einem israelischen Militärfriedhof im palästinensischen Westjordanland.
Für Israel waren diese Toten Verbrecher. Die Palästinenser feiern sie dagegen bei dieser Rückgabe erneut als Märtyrer für eine gerechte Sache.

Israel möchte die Rückgabe der Toten als eine Geste des guten Willens verstanden wissen, die sogar wieder Friedensgespräche möglich machen könnte.

Ernsthaft verhandelt wird zwischen beiden Seiten aber schon seit Jahren nicht mehr, seit Ende 2008. Auch jetzt gibt es dafür keine Anzeichen – auch wenn sich manche einen Fortschritt durch das neue israelische Regierungsbündnis erhoffen.

Bemerkungen aus dessen Reihen könnten aber auch auf eine einseitige Lösung wie einen Teilabzug aus dem Westjordanland hindeuten, um die Probleme von israelischer Seite zumindest provisorisch zu lösen.

Zugeständnisse an die Palästinenser gäbe es dabei natürlich nicht: Diese haben daher auch Angst, dass
aus einer solchen vorläufigen eine für sie nachteilige
Dauerlösung werden würde.