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Arbeitslosigkeit im Euroraum steigt auf Rekordhoch

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Arbeitslosigkeit im Euroraum steigt auf Rekordhoch

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Es ist ein bedrückend vertrautes Bild: Menschen auf Arbeitssuche, ob vor einer Zeitung mit Stellenangeboten im Café oder vor einem Jobcenter. Und es werden immer mehr, vor allem in der Eurozone. Nie zuvor hatten dort so viele Menschen keinen Job: 17,4 Millionen waren es im April, das entspricht einer Arbeitslosenquote von 11 Prozent. Besonders schlimm ist die Lage in Spanien, mit einer Quote von mehr als 24 Prozent. Am anderen Ende der Skala rangiert Österreich mit knapp vier Prozent. Deutschland liegt mit 5,4 Prozent an vierter Stelle.

Die hohe Arbeitslosigkeit vor allem in Spanien und Griechenland ist für die EU-Kommission ein Alarmzeichen. Die Rechnung ist simpel: Ohne Arbeit kein oder nur ein sehr geringes Einkommen, ohne Einkommen kein Konsum. Man müsse dynamischere Arbeitsmärkte schaffen, hieß es aus der Kommission in Brüssel, die Lage sei äußerst dringlich.

Das gilt auch für die Industrie im Euroraum. Der Einkaufsmanagerindex fiel im Mai auf 45,1 Punkte. Ein Wert unter 50 Punkten zeigt einen Rückgang der Wirtschaftsaktivität an. Damit schrumpft die Industrie der Eurozone nun schon seit 10 Monaten, selbst in der Wachstumslokomotive Deutschland fiel der Indikator auf den niedrigsten Wert seit Mitte 2009. Eine Überraschung kam aus Italien: dort konnte der Einkaufsmanagerindex für die Industrie zulegen. Ein industrielles Wachstum wird jedoch nur noch in Irland verzeichnet.