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Besuch bei der Kanzlerin: Putin hält zu Assad

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Besuch bei der Kanzlerin: Putin hält zu Assad

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Handschlag und Küsschen in Berlin, doch in der Syrien-Frage blieb der Konflikt zwischen Angela Merkel und Russlands Präsidenten Wladimir Putin bestehen. Dieser hält weiter zur Assad-Führung, während die internationale Gemeinschaft immer dringender auf ein neues Signal aus Moskau wartet.

Gemeinsam betonten beide nach dem zweistündigen Gedankenaustausch, dass man eine politische Lösung finden müsse – und vor allem einen Bürgerkrieg verhindern.

“Über diese Dinge haben wir sehr ruhig gesprochen”, betonte Merkel, “und ich hatte den Eindruck, dass auch aus Gründen der Stabilität in der ganzen Region wir dasselbe Interesse haben, wenngleich es ab und an Unterschiede im Weg gibt. Aber auf Basis des gemeinsamen Interesses müssen die Arbeiten fortgesetzt werden.”

Putin erklärte, es könne keine Jetzt-auf-gleich-Lösung geben und sprach sich gegen Instrumente im Alleingang aus. Und: “Diejenigen, die Russland vorwerfen, einseitig das Assad-Regime zu unterstützen, irren: Wir haben langjährige und gute Beziehungen zu Syrien, aber wir unterstützen keinerlei Seite, von der ein Bürgerkrieg ausgehen könnte.”

Der Kritik an russischen Waffenlieferungen entgegnete er knapp, sein Land liefere keine Waffen an Syrien, die in einem Bürgerkrieg eingesetzt werden könnten.