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Stimmung im Syrienkonflikt wird gereizt

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Stimmung im Syrienkonflikt wird gereizt

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Nach dem Blutbad von Hula haben sich Syriens Machthaber selbst von aller Schuld freigesprochen. Eine Untersuchung habe ergeben, teilen sie mit, dass bewaffnete Regierungsgegner das Massaker verübt hätten. Deren Ziel sei es gewesen, das Ausland zum militärischen Eingreifen zu bewegen.

Dagegen macht die Opposition für das Blutbad Armee und regierungstreue Banden verantwortlich. Manche Regierungsgegner sehen jetzt den Friedensplan der UNO als gescheitert an und wollen sich nach einem Ultimatum nicht mehr daran halten.

Der Plan sei in der Wiederbelebung, sagt George Sabra, ein Oppositionssprecher. Man habe von ihm konkrete Ergebnisse erhofft, aber in der Realität habe er nicht gewirkt. Das syrische Volk hoffe weiter – wenn denn der Plan noch überleben könne.

Der UNO-Beauftragte Kofi Annan tritt aber weiter für eine Waffenruhe ein. Ein Sprecher Annans sagte, der Friedensplan sei ein Plan von Weltsicherheitsrat, UNO-Vollversammlung und Arabischer Liga. Alle zusammen sollten sich bemühen, ihn umzusetzen.

Angesichts der andauernden Gewalt in Syrien wird die Stimmung aber gereizt: Mit jedem Tag würden die Argumente für einen Militäreinsatz stärker, sagt Amerikas Außenministerin. Ein Vorgehen ohne internationale Unterstützung schließt Hillary Clinton aber aus.

Clinton lastet außerdem dem Syrien-Verbündeten Russland an, seine Politik – zum Beispiel im Sicherheitsrat – trage zu einem Bürgerkrieg bei. Die USA werfen Russland auch eine Waffenlieferung an Syrien vor wenigen Tagen vor und nennen das verwerflich. Russland sieht sich damit allerdings im Recht – und das müssen auch die USA zugeben.