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UN-Menschenrechtsrat will unabhängige Untersuchung des Hula-Massakers

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UN-Menschenrechtsrat will unabhängige Untersuchung des Hula-Massakers

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Die Schuldigen am Massaker von Hula sollen nicht ungestraft davonkommen: Eine Woche nach dem Blutbad mit mehr als hundert Toten hat der UN-Menschenrechtsrat Syrien dafür verurteilt und eine unabhängige Untersuchung durch die Vereinten Nationen sowie Gerichtsverfahren gegen die Verantwortlichen gefordert. Bei einer Sondersitzung in Genf, der vierten seit Beginn des Konflikts, stimmten nur Russland, China und Kuba gegen die Resolution. Der syrischen Regierung wird darin vorgeworfen, ihre Pflicht zur Einstellung der Gewalt verletzt zu haben.
 
Der UN-Syrienvermittler Kofi Annan hatte sich zuvor frustriert erklärt und schnellere Fortschritte angesichts der anhaltenden Gewalt gefordert: “Wenn man mit solchen Angelegenheiten zu tun hat, dann geht es nicht bloß darum, die Grenzen aufzuzeigen. Der Weltsicherheitsrat und alle beteiligten Länder müssen weiterhin gemeinsam an der Suche nach einer Lösung arbeiten. Wenn es nicht der vorliegende Vorschlag ist, kann es ein anderer sein. Ich gehöre nicht zu denen, die nur einen einzige Lösungsweg sehen – es kann auch andere geben.”
 
Unterdessen wurden Berichte über ein weiteres Massaker an diesem Donnerstag an etwa einem Dutzend Fabrikarbeitern eines Saatgutbetriebes bekannt. Sie sollen von regierungstreuen Milizen aus einem Bus herausgezerrt, gefoltert und getötet worden sein.