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Ägypten wartet auf Urteil gegen Mubarak

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Ägypten wartet auf Urteil gegen Mubarak

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Im Prozess gegen den früheren ägyptischen Staatspräsidenten Husni Mubarak soll am Samstag das Urteil verkündet werden. Die Staatsanwaltschaft hatte die Todesstrafe gefordert.

Für Menschenrechtler hat der Prozess eine Bedeutung über Ägypten hinaus. “Das Verfahren ist äußerst wichtig für Ägypten, weil es mit der Regel bricht, dass Präsidenten absolute Immunität genießen. Für die Region ist es bedeutend, weil zum ersten mal ein arabischer Führer vor einem ordentlichen Gericht steht”, sagt Heba Morajew von Human Rights Watch.

Für viele Ägypter steht Mubaraks schuld fest. Ein Freispruch kommt für sie nicht in Frage. Und doch glauben sie nicht daran: “Man wird ihn freisprechen oder eine kurze Bewährungsstrafe geben. Sie haben doch gesehen, dass man 80 bis 85 Prozent der niedrigen Ränge freigesprochen hat. Da wird man auch ihn laufen lassen”, glaubt Ahmed Hamed Elal. “Aus meiner Sicht gibt es nur ein gerechtes Urteil. Er muss hingerichtet werden. Er war nicht gerecht gegenüber dem Volk”, meint Hassan.

Das Militär hatte Mubarak nach dem Massenprotesten im Februar vergangenen Jahres zum Rücktritt gezwungen. Seit August muss er sich vor Gereicht verantworten, weil er befohlen haben soll, auf Demonstranten zu schießen.