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Serbiens neuer Präsident: Srebrenica kein Völkermord

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Serbiens neuer Präsident: Srebrenica kein Völkermord

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Serbiens neuer Staatspräsident bestreitet, dass das Blutbad von Srebrenica vor bald zwanzig Jahren ein Völkermord gewesen sei. Tomislav Nikolic äußerte sich an seinem zweiten Tag im Amt im Fernsehen von Montenegro.

Das bosnische Srebrenica wurde 1995 Schauplatz im
jugoslawischen Bürgerkrieg. Bosnische Serben brachten dort rund achttausend moslemische Jungen
und Männer um.

Nikolic spricht nun von einem schweren Verbrechen; einige Serben hätten es begangen und müssten nun
aufgespürt und bestraft werden – das sei alles. Deswegen müsse es überhaupt keine Konflikte geben zwischen Serben und Bosniern oder auch Kroaten. Auf die Beziehungen zwischen den Ländern
und den Völkern dürfe das keinen Einfluss haben.

Der Internationale Gerichtshof sieht in dem
Massaker dagegen einen Völkermord. Vor Gericht stehen deshalb die ehemaligen Anführer der bosnischen Serben, Radovan Karadzic und Ratko Mladic.