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Ägypten: Tausende Mütter fordern Gerechtigkeit für ihre Söhne

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Ägypten: Tausende Mütter fordern Gerechtigkeit für ihre Söhne

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Moaz ist eines der Opfer der Proteste vom 25. Januar. Er wurde im Zuge der Unruhen auf dem Tahrir-Platz von der ägyptischen Polizei getötet. Euronews hat seine Mutter getroffen, die zusammen mit anderen Frauen gegen das Urteil gegen den ehemaligen Präsidenten Husni Mubarak ankämpft. “Wir wollen ein gerechtes Urteil”, verlangt sie. “Damit die Menschen nicht umsonst gestorben sind. Seitdem wir das Urteil gegen Mubarak kennen, gehen wir auf den Tahrir-Platz um zu protestieren.”

Seit Bekanntgabe des Richterspruchs ist die Atmosphäre in ganz Ägypten angespannt. Überall wird demonstriert; die Menschen verlangen, dass das Urteil revidiert wird. “Es war ein Schock für uns”, meint Moaz’ Bruder, “und wir waren sehr enttäuscht von dem ungerechten Urteil. Wir haben das Gefühl, als sei das Regime gar nicht gestürzt, als hätten unsere Märtyrer ihr Blut umsonst vergossen.” Seine Mutter ist der gleichen Meinung: “Ich bin jeden Tag auf dem Tahrir-Platz, bis ich Gerechtigkeit für meinen Sohn Moaz gefunden habe, bis der Staat und die Militärregierung unsere Forderungen beantworten. Ich werde weiterhin für die Rechte meines Sohnes kämpfen, um seines Blutes willen.”

“Wie tausende andere ägyptische Mütter hat auch die Mutter von Moaz ihren Sohn im Zuge des Aufstands verloren”, berichtet euronews-Reporter Riad Muasses. “Nun demonstriert sie, weil sie die Urteile gegen Mubarak und seine Helfer kategorisch ablehnt.”