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Assad bezeichnet Haltung des Auslands als "Kolonialismus"

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Assad bezeichnet Haltung des Auslands als "Kolonialismus"

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Syriens umstrittener Präsident Baschar al Assad hat vor einem internationalen Angriff auf sein Land gewarnt. Bei seiner im staatlichen Fernsehen ünbertragenen ersten Parlamentsrede seit den Wahlen im Mai sagte er, dass er trotz des um sich greifenden Terrorismus im Lande den Reformprozess fortsetzen wolle, auch wenn Aufstänische und das Ausland dies nicht anerkennen. Er reagierte auf die schärfere internationale Tonart der vergangenen Tage und erklärte: “Die internationale Gemeinschaft sowie einige Länder der Region glauben, es handele sich hier um friedliche Demonstrationen versus staatliche Gewalt. Aber heute, nach anderthalb Jahren ist die internationale Rolle in dieser Krise vollkommen klar erkennbar. Seit Jahrzehnten und Jahrhunderten geht es hier um Kolonialismus, daran hat sich nicht geändert und wird sich nichts ändern. Kolonialismus ist und bleibt Kolonialismus, auch wenn er sich anders kleidet.” Assad wies den Vorwurf entschieden zurück, in Syrien stürben Menschen durch die Sicherheitskräfte. Den Vereinten Nationen zufolge wurden bisher mehr als 9000 Assad-Gegner von syrischen Sicherheitskräften
getötet.