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Assad-Rede stößt auf Kritik

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Assad-Rede stößt auf Kritik

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Die Rede des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad vor dem Parlament in Damaskus ist vielfach auf Kritik gestoßen. Angesichts Hunderter Flüchtlinge, die in der Türkei Zuflucht vor den Truppen Assads gefunden haben, zeigte sich vor allem der oppositionelle Syrische Nationalrat empört. “In dieser Rede hat sich gezeigt, dass der Präsident in Wirklichkeit sehr schwach ist”,meinte der Abgeordnete Abdulrahman Alhaj. “Er befürchtet, dass die Internationale Gemeinschaft jetzt gegen das syrische Regime vorgehen wird und gleichzeitig weiß er, dass er ganz allein dasteht.”

Nicht nur die syrische Opposition, auch der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan widersprach Assad. “Assad beschuldigt immer ausländische Kräfte, wenn es in Syrien ein Massaker gibt, er sagt, das Blutvergießen sei vom Ausland gesteuert”, so Erdogan. Und: “Assad sagt, die Wahlen hätten die Gefühle des syrischen Volkes widergespiegelt. Aber er irrt sich. Jeder weiß, dass das keine fairen Wahlen waren, darum haben auch sehr viele Syrer gar nicht an dem Urnengang teilgenommen.”

In Damaskus gab es kaum Reaktionen – viele Syrer hatten Assads Rede gar nicht verfolgt. Der saudi-arabische Außenminister sagte, Assad wolle auf Zeit spielen und ignoriere den Friedensplan des UN-Vermittlers Kofi Annan.