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Italien: Trauertag für Erdbebenopfer

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Italien: Trauertag für Erdbebenopfer

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Italien trauert um die Opfer der Erdbeben vom 20. und 29. Mai. Im ganzen Land hingen an den offiziellen Gebäuden die Fahnen auf halbmast, in Schulen wurde eine Schweigeminute abgehalten. Auch in den vergangenen Stunden bebte die Erde im Norden Italiens immer wieder. Mehr als 30 Erdstöße wurden gemessen, der heftigste gestern abend hatte eine Stärke von 5,1 auf der Richterskala. Bei diesem Erdstoß brach der Kirchturm von Novi di Modena zusammen, er war bei den vorherigen Beben bereits beschädigt worden.

Der Präsident der betroffenen Region Emilia Romagna, Vasco Errani, sagte: “Wir werden uns diesen Beben nicht ergeben. Die Lage ist sehr kompliziert und schwierig. Die Menschen leiden und haben enorme Probleme, aber wir bemühen uns, ihnen so gut zu helfen, wie wir können. Gleichzeitig müssen wir den Wiederaufbau vorbereiten.”

Gestern war bereits der EU-Kommissar für Regionalpolitik, der Österreicher Johannes Hahn, in die Erdbebenregion gereist. Hahn sprach von einer nationalen Katastrophe. Der Schaden der Beben liegt bei geschätzten fünf Milliarden Euro, 24 Menschen kamen ums Leben, rund 18 000 sind obdachlos. Hahn sagte, die EU könne aus dem Landwirtschaftsfonds rund 200 Millionen zum Wiederaufbau zur Verfügung stellen. Experten rechnen unterdessen damit, dass die Erdbeben noch über längere Zeit immer wieder auftreten werden.