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Moskau per U-Bahn: eine unterirdische Entdeckungstour


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Moskau per U-Bahn: eine unterirdische Entdeckungstour

Die Moskauer Metro hat ein Streckennetz von über 300 km und gilt als eine der schönsten in der Welt. In dieser Ausgabe von “Russian Life” unternehmen wir eine unterirdische Reise quer durch Russlands Hauptstadt.

Mit über sieben Millionen Fahrgästen pro Tag ist die Moskauer Metro eine lebenswichtige Verkehrsader der Stadt: Sie ist die beste Möglichkeit, den manchmal unerträglichen Straßenverkehr zu vermeiden.

Aber sie ist auch eines der extravagantesten architektonischen Projekte der UdSSR und verkörpert die Utopie einer kommunistischen Zukunft. Die Stationen, die älteste von ihnen wurde in den 1930er Jahren gebaut, sind echte unterirdische Paläste mit Wänden aus Marmor, aufwendigen Mosaiken und Bronzestatuen.

Wissenswertes über Moskau

  • Die erste schriftliche Erwähnung Moskaus stammt aus dem Jahre 1147
  • Moskau ist die bevölkerungsreichste Stadt in Europa mit mehr als 11,5 Millionen Einwohnern.
  • Im Winter beträgt die Temperatur in Moskau durchschnittlich  -6 ° Celsius und im Sommer durchnittlich 18 ° Celsius.
  • Das durchschnittliche Gehalt in Moskau liegt bei 1000 Euro
  • Moskau hat die größte Gemeinde von Milliardären auf der ganzen Welt. Die russische Hauptstadt steht auf Platz 4 in der Liste der weltweit teuersten Städte bezüglich des Lebensunterhalts

Die meisten U-Bahn-Linien verlaufen durch die Innenstadt, die reich an Sehenswürdigkeiten ist – wie die Fußgängerzone Arbat, in der man die diversen Lebensstile der russischen Hauptstadt erleben kann.

Ein paar U-Bahn-Stationen weiter sieht man die neoklassizistische Fassade des Bolschoi-Theaters – eines der renommiertesten Schauspielhäuser für Oper und Ballett weltweit. Nach sechs Jahren Renovierung wurde das Hauptgebäude vor Kurzem wieder eröffnet. Die Restaurierung kostete mehr als eine halbe Milliarde Euro. Es waren die ersten größeren Reparaturen seit 150 Jahren: U. a. wurden die ursprünglich gute Akustik und das Dekor aus der Kaiserzeit wiederhergestellt. Katerina Novikova, Sprecherin des Bolschoi-Theaters: “Wir hatten wirklich Angst, das ganze Gebäude zu verlieren. Das Bolschoi-Theater ist ein Symbol unserer Kultur, nicht nur für Moskau, sondern für ganz Russland. Das Gebäude wurde erhalten und ausgebaut. Es hat jetzt doppelt so viel Grundfläche wie vorher, und auch die Bühne ist größer.”

Ein weiteres historisches Gebäude, das noch seine ursprüngliche Funktion erfüllt, ist das Moskauer GUM. Das Kaufhaus wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und ist heute ein Ort des Luxus-Shoppings.

Andere altehrwürdige Plätze Moskaus haben eine neue Berufung gefunden: “Winzavod” – wörtlich “Weinkellerei” – war wirklich Moskaus ältester Weinkeller und ist heute ein Zentrum für zeitgenössische Kunst. Geschäftsführerin Elena Panteleyeva: “Es gibt eine Menge zu sehen und zu entdecken in der russischen Moderne. Sie ist sehr markant und nähert sich gleichzeitig der europäischen Moderne an.” Galeristen stellen junge Künstler aus ganz Russland in diesen eindrucksvollen Gewölben aus.

Ein schöner Abschluss der Metrofahrt wäre ein Besuch des Moskauer Zirkus. Euronews-Reporter Denis Loktev: “Dieser Zirkus gehört zu den ältesten Russlands. Er wurde im späten 19. Jahrhundert gegründet. Viele namhafte Künstler sind hier aufgetreten.” Zirkusartist Boris Fedotov: “Zirkus ist immer ein fröhliches Fest, ein helles, farbenfrohes Spektakel in bunten Kostümen mit schöner Musik. Hier bei uns spielt eine Live-Band.”

Euronews-Reporter Denis Loktev: “In der nächsten Ausgabe setzen wir unsere Entdeckungstour durch die Hauptstadt per Boot fort. Bis nächste Woche bei “Russian Life”!”

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