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Turbulente Urteilsverkündung in Kasachstan

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Turbulente Urteilsverkündung in Kasachstan

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Nach den Unruhen in Kasachstan im Dezember 2011 ist nun der Prozess gegen 37 Demonstranten zu Ende gegangen. Das Gericht verurteilte 13 der Angeklagten zu Haftstrafen zwischen drei und sieben Jahren.

Der Prozess hatte sich 10 Wochen lang hingezogen, als der Richter die Urteile verkündete, war die Verzweiflung bei den Angehörigen groß.

Es kam zu einem Handgemenge, als mehrere versuchten, zu den Verurteilten vorzudringen. Viele waren aufgebracht und klagten, der Prozess sei unfair.

Eine Mutter hoffte auf einen Freispruch für ihren Sohn. Sie erzählte, dass seine Kinder ihn sehr vermissen. Sie haben ihn so lange nicht gesehen, dass sie vergessen haben, wie er aussieht.

Im vergangenen Jahr hatten Ölarbeiter für höhere Löhne gestreikt. Die Situation eskalierte und Sicherheitskräfte schlugen die Proteste nieder. Über die Opferzahlen gab es verschiedene Angaben, offiziell ist von 14 Toten die Rede. Staatschef Nursultan Nasarbajew verhängte den Ausnahmenzustand über die Stadt Schanaosen.