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Ägypten: Ex-Kandidaten fordern Neuwahlen

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Ägypten: Ex-Kandidaten fordern Neuwahlen

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Elf Tage vor der entscheidenden Runde der Präsidentschaftswahlen in Ägypten haben drei ausgeschiedene Kandidaten in Kairo zur Wiederholung der Abstimmung aufgerufen.

Nach Angaben des Dritt-, Viert- und Fünftplatzierten kam es beim ersten Wahlgang im Mai zu Unregelmäßigkeiten. Bis zu 1,5 Millionen Stimmzettel seien widerrechtlich für ungültig erklärt worden.

Mohammed Khairy, einer der Demonstranten auf dem Tahrir-Platz, hält eine Wiederholung der Wahl für eine gute Idee: “Alle hier Anwesenden, auch die Sicherheitskräfte auf dem Platz, sind derselben Meinung. Wir wollen nicht, dass Wahlen so angehalten werden, das passt nicht zu unserem Blick auf die Welt. Wir sind für Hamdin Sabahi, Abul Futuh oder Khalid Ali, für einen von den drein.”

Die Stichwahl zwischen Ahmed Schafik und Mohammed Mursi ist für den 16. und 17. Juni angesetzt.

Unterdessen finden in ganz Ägypten Demonstrationen für ein härteres Urteil gegen Ex-Staatschef Hosni Mubarak statt. Der 84-jährige wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, allerdings vom Vorwurf der Korruption und des Amtsmißbrauchs freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte für Mubaraks Schießbefehl auf Demonstranten auf dem Kairoer Tahrir-Platz die Todesstrafe gefordert.