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Spanien gibt Beschaffungsprobleme zu - G7 in Krisengesprächen

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Spanien gibt Beschaffungsprobleme zu - G7 in Krisengesprächen

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Das hoch verschuldete Spanien hat erstmals Probleme bei der Geldbeschaffung eingeräumt.
Finanzminister Cristobal Montoro erklärte, Madrid könne die Kapitalmärkte nicht mehr anzapfen. Der Grund liege in den hohen Zinsen, die Spanien für seine Staatsanleihen zahlen müsse.

Die Regierung will aber unter keinen Umständen unter den Rettungsschirm schlüpfen. Dies halten Analysten aber zunehmend für schwierig. Bei Zinsen von mehr als sieben Prozent auf kurzfristige Anleihen sei Spanien praktisch auf der Intensivstation, meinte Tom Vosa von der National Australia Bank Jedes andere Land habe in dieser Situation um Hilfen gebeten.

Die Hoffnungen Madrids richten sich nun auf die internationalen Krisenmechanismen. Am Dienstag berieten die G7-Finanzminister in einer kurzfristig anberaumten Telefonkonferenz über die Lage Spaniens.

An diesem Mittwoch tritt in Frankfurt der EZB-Rat zusammen. Börsianer spekulieren seit Tagen auf neue Hilfen wie zum Beispiel weitere langfristige Billig-Kredite für die Finanzbranche.

Spanien will erreichen, dass Gelder aus den EU-Rettungsfonds direkt an kriselnde Banken fließen. Dies ist jedoch nach den geltenden Verträgen nicht möglich.