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Ukraine: Aufstände gegen Russisch als Amtssprache

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Ukraine: Aufstände gegen Russisch als Amtssprache

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In der Ukraine hat die Regierungspartei von Präsident Viktor Janukowitsch ein umstrittenes Sprachengesetz auf den Weg gebracht. Demnach würde Russisch in weiten Teilen des Landes faktisch die zweite Amtssprache neben dem Ukrainischen.

Die Opposition bezeichnete die Abgeordneten der Regierungspartei als Verräter.

Vor dem Parlament hatten sich Tausende Gegner und Befürworter des Sprachengesetzes versammelt. Die Polizei versuchte beide Lager zu trennen, um Ausschreitungen zu vermeiden.

Russisch wird vor allem im Süden und Osten gesprochen, während Ukrainisch die dominante Sprache im Zentrum und Westen des Landes ist.
Eine Demonstrantin sagte: “Ich will meine ukrainische Muttersprache nicht einschränken, denn sie ist schön und hier verwurzelt.”

Die russischen Muttersprachler fordern unter anderem, dass ihre Kinder in der Schule auf Russisch unterrichtet werden.

Die Opposition erklärte, sie habe eine Schlacht verloren, aber nicht den Krieg. Die Gegner des Sprachengesetzes drohen mit Protesten während der Fußball-Europameisterschaft.