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Weltumwelttag bei der EU im Zeichen der Biene

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Weltumwelttag bei der EU im Zeichen der Biene

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In Brüssel steht sie am Weltumwelttag im Mittelpunkt: die Biene.

Seit einigen Jahrzehnten gehen Bienenpopulationen beständig zurück, dabei benötigen 80 Prozent der Pflanzenarten die Bestäubung durch die Insekten.

Die Biene ist also auch wichtig für die Nahrungsmittelversorgung des Menschen.

Das europäische Parlament hat deswegen ein Kolloqium organisiert, bei dem es zu aller erst darum ging zu klären, wieso die Bienenbestände immer weiter abnehmen.

“Gründe gibt es mehrere”, erklärt Marie-Pierre Chauzat, eine Mitarbeiterin des EU-Referenzlabors für die Gesundheit der Honigbiene. “Da sind zuerst Krankheitserreger, aber natürlich auch die vielen Pestizide. Dann ist da aber auch noch die Nahrungsversorgung und nicht zuletzt unvorhersehbare klimatische Entwicklungen. So war der Frühling in Frankreich etwa in diesem Jahr zu kühl und regnerisch.”

Der Schirmherr des Symposiums, der Euro-Parlamentarier Gaston Franco hat symbolisch eine Charta zum Bienenschutz unterschrieben.

Der Abgeordnete der Europäischen Volkspartei hofft, aus das Problem aufmerksam zu machen. Ebenso aber geht es ihm darum, festzustellen, was getan werden kann um die Lage zu verbessern.

“Wir sehen uns ganz genau an, wie es um die Bienenhäuser in Europa bestellt ist. Ein Problem dabei ist, dass 90 Prozent dieser in Privatbesitz sind, so sind verlässliche Zahlen zumeist nur schwer zu erheben”, so der Franzose.

Vom Bienensterben wissen sie zuallererst ein Lied zu singen: die Imker.

Sie haben jedoch auch mit der wachsenden Konkurrenz von Billig-Honig aus China zu kämpfen.

“50 Prozent unseres Honigs in Europa kommt schon aus China”, so ein Bienenzüchter. “Das macht sich deutlich spürbar unter europäischen Imkern, die immer weniger in der Lage sind mitzuhalten.”

Für Europas Imker steht deswegen fest: es bedarf finanzieller Hilfen aus Brüssel, um weiter konkurrenzfähig zu bleiben aber auch der Umwelt zuliebe.