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Regierung in Paris beschließt Rente mit 60

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Regierung in Paris beschließt Rente mit 60

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Frankreichs neue Regierung löst ein Wahlkampfversprechen des Präsidenten Francois Hollande ein: Rente mit 60 soll ab Herbst wieder möglich sein. Dies beschloss das Kabinett in Paris. Der Grund der Eile sind die bevorstehenden Wahlen für das Parlament. Der frühere Präsident Nicolas Sarkozy hatte die Altersgrenze auf 62 Jahre angehoben. Die Neuregelung gilt für Menschen, die bereits mit 18 oder 19 Jahren zu arbeiten begonnen haben. Zudem werden Müttern künftig längere Erziehungszeiten anerkannt. Der Präsident habe sich für jene eingesetzt, die früh zu arbeiten begonnen, das Alter von 60 erreicht und ihre Rentenbeiträge entrichtet hätten, so Sozialministerin Marisol Touraine. Die Neuregelung, die ab November wirksam werden soll, betrifft zunächst etwa 110 000 Menschen. Die Mehrkosten für das kommende Jahr werden auf mehr als eine Milliarde Euro veranschlagt. Bis 2017 sollen die jährlichen Kosten auf bis zu drei Milliarden Euro steigen. Die Vorgänger-Regierung hatte das Rentenalter mit Blick auf die Staatsschulden angehoben.