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Emilia Romagna drohen nach Erdbeben wirtschaftliche Schäden

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Emilia Romagna drohen nach Erdbeben wirtschaftliche Schäden

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17 Tote, 350 Verletzte, 14.000 Obdachlose – das ist die Bilanz des Erdbebens in der Emilia-Romagna.
Zu dem humanitären kommt der wirtschaftliche Schaden. Und der könne sich zu einer weiteren Katastrophe auswachsen, warnen Experten.

Die betroffene Region basiert vor allem auf einem gesunden und soliden Mittelstand. Vor allem die Agro-Industrie mit dem berühmten Parmesan-Käse gehört zu den erfolgreichsten Branchen.

Insgesamt beläuft sich der landwirtschaftliche Schaden auf mehr als 700 Millionen Euro, allein der der Parmesan-Produktion auf mehr als 200 Millionen
und der der Herstellung von Balsamico-Essig auf 15 Millionen Euro.

Der Chef des italienischen Industrieverbandes gibt sich vorsichtig. Es müsse abgewartet werden, wie die Wirkung auf das Bruttoinlandsprodukt ausfalle.

Die Gesamtschäden der Industrie in der betroffenen Region belaufen sich nach ersten Schätzungen auf rund zwei Milliarden Euro. Diese Summe könnte aber noch weit höher ausfallen. Fachleuten zufolge braucht die Emilia Romagna jetzt vor allem schnelle Finanzhilfen und so wenig wie möglich Bürokratie.