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Massaker in Hama - Oppositionelle sprechen von 100 Toten

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Massaker in Hama - Oppositionelle sprechen von 100 Toten

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Bei einem Massaker in der syrischen Provinz Hama sind nach Angaben von Regierungsgegnern etwa hundert Menschen getötet worden. Unter den Opfern
in den Dörfern Al-Kubeir und Maarsaf seien auch etwa 20 Frauen und ebensoviele Kinder, sagte ein Sprecher des oppositionellen syrischen Nationalrats.
Er machte syrische Regierungstruppen für das Blutbad verantwortlich und forderte die UN-Beobachter in Syrien auf, sofort an den Ort des Dramas zu reisen.

Die Gewalt in Syrien nimmt immer größere Ausmaße an: Am Mittwoch setzten Regimetruppen bei tödlichen Angriffen in der Provinz Latakia Hubschrauber, Panzer und Raketen ein.

Vor weniger als zwei Wochen waren in Hula mehr als 100 Menschen getötet worden, fast die Hälfte davon Kinder. Nach wie vor ist unklar, was genau geschah.

In Istanbul kamen unterdessen die Außenminister der internationalen Syrien-“Freundesgruppe” zusammen, um über eine Friedenslösung zu beraten. Sie vereinbarten die Gründung einer Kontaktgruppe aus 15 europäischen und arabischen Staaten, die die syrische Opposition unterstützen soll.

Vor dem Treffen hatte US-Außenministerin Hillary Clinton russische Forderungen nach einer Teilnahme des Iran an den Verhandlungen abgelehnt.