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Napolitano besucht Erdbebenopfer

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Napolitano besucht Erdbebenopfer

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Der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano hat am Donnerstag die vom Erdbeben betroffenen Gemeinden in der Region Emilia Romagna besucht. Napolitano traf sich mit Kommunalpolitikern und Obdachlosen. Er versprach eine rasche Wiederaufbauhilfe.

„Sie können das nicht alleine durchstehen. Wir stehen ihnen bei. Wir müssen die Katastrophe und den Wiederaufbau als etwas verstehen, das uns alle angeht; die Institutionen die Gesellschaft“, sagte Napolitano.

Napolitano forderte ein großangelegtes Programm gegen Erdbebenschäden. In der Provinz Modena hat die Zählung der beschädigten Fabriken und Produktionsanlagen begonnen. Experten beziffern die Schäden auf fünf Milliarden Euro. Der Industriellenverband Confindustria rief die Regierung auf, die betroffene Bevölkerung bis September von der Steuerleistung zu entbinden.

Die Zahl der Obdachlosen ist auf 17.000 angestiegen. Mehrere tausend Menschen wurden in Sporthallen, Schulen und Zeltlagern untergebracht. „Unter solchen Bedingungen sind Fieber. Dehydration, Gastroenteritis typische Krankheiten“, stellt Doktor Luigi Capasso fest.

Viele Betroffene campen in privaten Zelten in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnungen, weil sie sie nicht unbeaufsichtigt lassen wollen.