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Syrien-Krise: Diplomatisches Gerangel

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Syrien-Krise: Diplomatisches Gerangel

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Nach dem neuen Massaker an Zivilisten hat die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton den syrischen Machthaber Baschar al-Assad aufgerufen, zurückzutreten und das Land zu verlassen.

Auf einem Gipfel in Istanbul erklärte Clinton, Frieden sei mit Assad nicht möglich. Die USA seien dazu bereit mit jedem Land zusammenzuarbeiten, auch mit allen Mitgliedern des Sicherheitsrats. Jedes Treffen sollte allerdings davon ausgehen, dass Assad und sein Regime den Weg frei machen müssten für ein neues, demokratisches Syrien.

Clinton fügte hinzu, dass die internationale Gemeinschaft bisher nicht erfolgreich gewesen sei. Sie wolle nun Russland für einen Syrien-Übergangsplan gewinnen. Sie werde einen Berater zu Gesprächen nach Moskau schicken.

Die UN-Vetomächte China und Russland betonten
am Ende des Gipfels der Shanghaier Kooperationsorganisation, sie seien gegen einseitige Sanktionen. “Die Position von China und Russland in der Syrien Frage steht fest. Wir sind gegen einen Eingriff anderer Länder. Wir sind weiterhin der Meinung, dass die Syrien-Krise von den Syrern gelöst werden sollte,” so der chinesische Vize-Außenminister.

Die amerikanische Zeitung Washington Post erfuhr unterdessen von einem russischen Diplomaten, der anonym bleiben wollte, dass Russland Assad bereits Exil angeboten habe.