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Tätlichkeiten im Athener Wahlkampf

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Tätlichkeiten im Athener Wahlkampf

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In Griechenland wird am 17. Juni erneut abgestimmt und der derzeitige Wahlkampf gibt Auskunft über den Zustand des Landes: Bei einer Fernsehdebatte griff der Sprecher der rechtsextremen Partei Morgenröte zwei Vertreterinnen linker Parteien tätlich an. Nachdem Ilias Kasidiaris einer der Frauen ein Glas Wasser ins Gesicht schüttete, stürzte er sich auf die zweite und schlug sie. Gegen Kasidiaris wurde daraufhin Haftbefehl erlassen. Ein Sprecher der Regierung verurteilte den Angriff. Dieser richte sich gegen alle demokratisch gesinnten Bürger. Zu der politischen Kultur Griechenlands gehöre ein Klima demokratischer Dialoge. Politische Differenzen könnten nicht mit Gewalt beigelegt werden.
Die rechtsextreme Partei Morgenröte war bei der Abstimmung im Mai erstmals ins Parlament eingezogen. Der Ausgang der Wahl hatte eine regierungsfähige Mehrheit verhindert. Am 17. Juni zeichnet sich ein Patt zwischen den Konservativen und den radikalen Linken ab.