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Bankenkrise: Spanien braucht angeblich ganz schnell 100 Milliarden Euro

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Bankenkrise: Spanien braucht angeblich ganz schnell 100 Milliarden Euro

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“Die spanische Regierung knickt nach wochenlangem Ringen mit den Finanzmärkten ein”, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters, und werde voraussichtlich schon am Wochenende beim Euro-Rettungsschirm EFSF um Milliardenhilfen bitten. Die Agentur beruft sich auf EU-Kreise und Informationen aus der deutschen Regierungskoalition.
 
Die spanische Regierung weist Berichte zurück, wonach Madrid das bereits entschieden habe.
 
Saenz de Santamaria, spanische Regierungssprecherin:
 
“Vor einer Entscheidung muss die Regierung bestimmte Verfahren einhalten. Erst wenn wir genauer wissen, wieviel unser Finanzsystem brauchen könnte, kommuniziert die Regierung ihre Haltung.”
 
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seinen Spanien-Bericht für kommenden Montag angekündigt. Zwei von der spanischen Regierung beauftragte Beratungsgesellschaften – Oliver Wyman (USA) und Roland Berger (Deutschland) – wollten nach Regierungsangaben ihre Ergebnisse in spätestens 14 Tagen vorlegen.
 
Ball flachhalten, heißt es auch bei der EU-Kommission.
 
Amadeu Altafaj-Tardio, Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn:
 
“Wir haben keine Kenntnis von einem Antrag auf finanzielle Unterstützung von den spanischen Behörden. Also denken wir nicht einmal darüber nach, eine Sitzung der Eurogruppe einzuberufen.”
 
Reuters berichtet dagegen von einer Telefonkonferenz der Euro-Finanzminister am Samstag. 
 
Die Ratingagentur Fitch hatte die Bonität des spanischen Staates um drei Stufen auf “BBB” gesenkt. Experten rechnen damit, dass Madrid für sein Finanzsystem bis zu 100 Milliarden Euro benötigt.
 
 

mit Reuters, dpa