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Fäuste statt Argumente im griechischen Fernsehen

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Fäuste statt Argumente im griechischen Fernsehen

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Aufruhr in Griechenland einen Tag nach dem Gewalt-Eklat in einer Fernsehshow. Ein Mitglied der rechtsextremen Partei “Goldene Morgendämmerung” hatte einer linksgerichteten Politikerin ein Glas Wasser ins Gesicht geschüttet und einem Mitglied der Kommunistischen Partei einen Faustschlag versetzt. Das Programm wurde umgehend unterbrochen.

Ilias Kasidiaris ist seitdem auf der Flucht. Die Staatsanwaltschaft von Athen ordnete seine Festnahme an.

Sie sei stolz auf den Schlag ins Gesicht, erklärte das Opfer Liana Kanelli von der Kommunistischen Partei. Wenn man von einer Bestie attackiert werde, dann sei dies ein Angriff auf alle. Sie hoffe, sagte die Politikerin ironisch, die Eltern seien stolz auf ihn.

Aus den eigenen Reihen der “Goldenen Morgendämmerung” hieß es lediglich, Kasidiaris sei provoziert worden. Ein Angriff, mit dem nach Meinung vieler Politiker die neonazistische Partei ihr wahres Gesicht gezeigt hat. Die “Goldene Morgendämmerung” ist ausländerfeindlich und kokettiert mit Nazi-Symbolen.

Der Partei war bei der vergangenen Wahl erstmals in der Geschichte des Landes der Sprung ins Parlament gelungen. Mit knapp sieben Prozent der Stimmen kam sie auf 21 Abgeordnete. Am 17. Juni finden in Griechenland Neuwahlen statt.