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Kein Tag ohne tödliche Gewalt in Syrien

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Kein Tag ohne tödliche Gewalt in Syrien

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Nach dem Blutbad in der Nähe von Hama tauchen täglich weitere Bilder von der fortdauernden Gewalt in Syrien auf. Laut den Angaben im Internet stammen neue Bilder aus Talbiseh, einem Ort in der Nähe der Stadt Homs. Talbiseh liegt nach Angaben der Opposition seit Tagen unter Beschuss aus Hubschraubern und Geschützen.

Das Rote Kreuz weist inzwischen darauf hin, dass immer mehr Syrer auf der Flucht vor der Gewalt seien. In vielen Gegenden Syriens werde gekämpft, sagt ein Rotkreuzsprecher in Genf; die Lage sei angespannt.

Zu einem neuen Zwischenfall kam es auch wieder in der Hauptstadt Damaskus. Dort explodierte nach Oppositionsangaben bei einem Anschlag eine Autobombe neben einem Bus mit Polizisten. Zwei der Polizisten wurden demnach getötet.

Bilder, die die Folgen des Blutbads bei Hama zeigen sollen, gibt es auch im syrischen Staatsfernsehen. Schuld sind hier aber andere. Fünfhundert Angreifer seien gekommen, erzählt eine verschleierte Frau, deren Herkunft man nicht kennt. Man habe die Armee zu Hilfe gerufen, aber die Angreifer hätten Männer, Frauen und Kinder getötet und alles zerstört.

Syriens Regierung verurteilt die Verbrechen ebenso scharf, wie es ihre Gegner tun: Schuld sind für sie aber Terroristen, die aus dem Ausland gesteuert und finanziert werden – also die Aufständischen. Die Opposition macht dagegen die syrische Armee ebenso verantwortlich wie regierungstreue Milizen.