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Kickend zu mehr Selbstbewusstsein

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Kickend zu mehr Selbstbewusstsein

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Diesmal bei Learning World: Was Fußball über die sportliche Herausforderung hinaus leisten kann. Wir haben Projekte in Frankreich, Dubai und Ruanda besucht und erfahren, wie das Ballspiel positive Energie verstärken und von sozialer Diskriminierung betroffenen Menschen zu neuem Selbstbewusstsein verhelfen kann.

Paris Saint-Germain ist einer von Frankreichs
renomiertesten Fußballclubs. Doch das Engagement des Vereins beschränkt sich nicht auf seine sportlichen Erfolge. Die Stiftung des Clubs arbeitet jährlich mit rund 13.000 jungen Fußballfans. Dort erlernen behinderte und nicht behinderte Kinder Respekt, Fair Play und den Spaß am Wettbewerb.

Können auch Kleinkinder Fußball spielen? Ein Trainingsprogramm in Dubai möchte so früh wie möglich ansetzen. Auch dort geht es nicht nur um den sportlichen Aspekt, sondern auch um geistige und kognitive Entwicklung.

Hinter den Türen der Dubai Sport City beginnt in diesem Augenblick ein äußerst spannendes Fußballmatch. Socatots ist weltweit das erste Fußballprogramm, das speziell für Kinder im Vorschulalter entwickelt wurde. Die Trainer gehen davon aus, dass Kinder, die bereits früh körperlich gefordert werden, später im Unterreicht konzentrationsfähiger sind. Das hat bei vielen Eltern den Ausschlag gegeben.

Einmal die Woche kommen die Kleinen für 45 Minuten zusammen und spielen Fuß-ball: Dribbeln, Schießen, Balancieren. Für die Eltern ist es die Gelegenheit zu sehen, ob ihr Kind vielleicht wirklich ein Talent im Umgang mit dem Ball und damit das Zeug zu einer sportlichen Karriere haben könnte.

Frauenfußball ist in vielen Teilen der Welt noch immer nicht selbstverständlich. Ein Projekt in Ruanda ermutigt junge Frauen, tradierte Tabus zu brechen – und Fußball zu spielen. Das von den Folgen des Völkermords gezeichnete Land, kann starke Frauen gut gebrauchen.

Noch vor 15 Jahren wäre im konservativ geprägten Ruanda Frauenfußball und gar eine Frauenfußballnationalmannschaft undenkbar gewesen. Der Sport war lange Zeit den Männern im Land vorbehalten. Heute trainieren Frauen im Nyamirambo Stadion bei Kigali, und auch in anderen Städten des Landes – eine Veränderung, an der eine kleine Gruppe kickender Frauen in Ruandas Hauptstadt nicht ganz unbeteiligt ist.

AKWOS, der Sportverein für Frauen in Kigali, wurde 1997 gegründet. Der Völkermord war gerade drei Jahre vorüber, 800.000 Menschen hatten ihr Leben verloren. Der Verein versteht Fußball als Instrument der Gleichstellung der Geschlechter, der gesellschaftlichen Versöhnung und hat das Frauenfußballprojekt maßgeblich unterstützt.

Sport zu Zwecken der Versöhnung und Bildung einzusetzen ist sicher kein neues Konzept. Doch in Ruanda haben Grace und ihr Sportverein eine Grundlage geschaffen, auf der sich die Menschen in Ruanda – Männer wie Frauen – auch in Zukunft neu begegnen können.

Und nun eine Rückmeldung zum Thema unserer vergangenen Sendung: Hochbegabte Schüler. Einige unserer Zuschauer haben uns wissen lassen, dass hochbegabte Kinder ihrer Meinung nach seperat unterrichtet werden sollten, um ihren speziellen Fähigkeiten gerecht werden zu können. Mehr zu unserer Sendung finden Sie unter:

http://de.euronews.com/programme/learning-world/