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Palästinensischer Fußballer weiter im Hungerstreik


Gaza

Palästinensischer Fußballer weiter im Hungerstreik

Zur Fußball-EM weist die UNO auf ein besonderes Fußballerschicksal hin – auf das von Machmud Sarsak, Palästinenser, seit drei Jahren in Israel in Haft und seit fast drei Monaten im Hungerstreik.

Sie könnten ihn nie sehen, sie erführen von ihm nur durch die Anwälte, sagt seine Mutter. Sport habe ihn begeistert: Wenn er mit ihnen zum Einkaufen sollte, habe er stattdessen immer zum Training oder zu einem Spiel gewollt. Der Fußballplatz sei sein Leben gewesen.

Israel wirft Sarsak vor, er gehöre zur militanten Palästinenserbewegung Islamischer Dschihad. Er bestreitet das. Israel kann aber seine Haft immer wieder um ein halbes Jahr verlängern, auch ohne Anklage.

Nach so langem Hungerstreik könne ein Notfall wie Herzstillstand eintreten, sagt Anat Litwin, eine israelische Ärztin und Menschenrechtlerin, die ihn im Gefängnis besucht hat. Man befürchte, dass Sarsak dann nicht angemessen versorgt werden könne.

Vor seiner Haft spielte Machmud Sarsak sogar in der palästinensischen Auswahl – mit inzwischen 25 Jahren wäre das für ihn auch immer noch möglich.

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