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Rückzug: Es bleibt dabei!

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Rückzug: Es bleibt dabei!

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Der Angriff auf französische ISAF-Soldaten im Osten Afghanistans wird keine Auswirkungen auf die Rückzugspläne der Pariser Regierung haben.

Bei dem Angriff von Aufständischen waren vier Soldaten getötet und fünf weitere verletzt worden. Auch ein einheimischer Übersetzer sei bei dem Selbstmordattentat ums Leben gekommen.

Frankreichs Präsident Francois Hollande:“Unsere Mission in Afghanistan soll es den Afghanen so schnell wie möglich ermöglichen, ihre Souveränität zurückzuerlangen.Unser Rückzug sollte daher zügig ablaufen.”

Der Angriff ereignete sich nach Angaben des Pariser Verteidigungsministeriums bei einem gemeinsamen Einsatz mit der afghanischen Armee in der Provinz Kapisa.

Ein französischer Militärexperte meint:“Die französischen Truppen werden während des Abzugs in den kommenden Monaten weit verletzlicher sein. Die Taliban werden dann kaum sagen: Ach, lassen wir sie friedlich ziehen. Solange sie zuschlagen können, solange sie töten können, werden sie das tun!”

Hollande war erst am 25. Mai selbst in Afghanistan gewesen, um seine umstrittenen Pläne für den vorzeitigen Abzug der Kampftruppen zu erläutern. Er hatte ihn bereits im Wahlkampf versprochen und die Pläne beim Nato-Gipfel in Chicago durchgesetzt.

Seit Beginn des Einsatzes am Hindukusch im Jahr 2001 sind insgesamt 87 Franzosen in Afghanistan ums Leben gekommen.