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Neuer syrischer Oppositionschef richtet Appell an Russland und China

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Neuer syrischer Oppositionschef richtet Appell an Russland und China

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Die syrische Opposition hat einen neuen Chef: Der Nationalrat bestimmte in Istanbul den im schwedischen Exil lebenden Kurden Abdel Baset Seida zum Anführer. Seinem Vorgänger war vorgeworfen worden, den Kontakt zur Opposition in Syrien verloren zu haben. Seida erklärte kurz nach seiner Wahl, das Regime in Syrien sei so gut wie am Ende, nun beginne eine kritische Phase. “Wir rufen Russland und China auf, die Risiken, die die Syrien-Krise mit sich bringt, zu erkennen”, sagte er. “Das größte Risiko ist, dass die Sicherheit der Nachbarländer ernsthaft bedroht wird, ebenso wie die internationale Sicherheit.”

In Syrien selbst gehen die blutigen Kämpfe weiter. Die oppositionelle freie syrische Armee eroberte nach eigenen Angaben einige Viertel in der Provinz Deraa. Auch in der Oppositionshochburg Homs kam es zu heftigen Gefechten, als Regierungstruppen Stellungen der Rebellen beschossen. Fast 40 Menschen sollen dabei getötet worden sein. Das Syrische Beobachtungszentrum für Menschenrechte in London erklärte, die Opposition habe eine Luftabwehrstellung der syrischen Streitkräfte bei Homs erobert; einige Soldaten des Assad-Regimes seien desertiert. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben war nicht möglich.