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Chile: Proteste gegen Pinochet-Hommage

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Chile: Proteste gegen Pinochet-Hommage

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In der chilenischen Hauptstadt Santiago hat ein Dokumentarfilm, der den früheren Diktator Augusto Pinochet preist, schwere Unruhen ausgelöst.

Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die Anti-Pinochet Demonstranten ein. Die Sicherheitskräfte sperrten die Straßen rund um das Theater, wo die Premiere stattfand, ab.

Lorena Pizarro von der Vereinigung der Familien der Verschwundenen sagte: “Sie haben die Menschenrechte verletzt und heute unterdrücken sie uns, sie wenden Gewalt an, sie misshandeln uns, sie lassen ihr Land im Stich und diese Mörder sind im Teatro Caupolican.”

Mehr als 4000 Anhänger Pinochets, unter ihnen auch frühere Minister und Militärs, kamen zur Premiere. Die Veranstalter erklärten, sie wollten das wahre Gesicht Pinochets zeigen, da die Medien ihn immer als unbarmherzigen Diktator darstellten. “Die radikallinken Chilenen wollen, dass wir uns bei der Allende-Regierung entschuldigen und sagen, dass einzig die Militärregierung Verbrechen begangen hat,” so Alfonso Marquez de la Plata, ein ehemaliger Minister Pinochets.

Unter der Pinochet-Diktatur wurden zehntausende Menschen verfolgt, verhaftet und gefoltert. Rund 3000 wurden getötet, viele von ihnen gelten bis heute als verschwunden, da ihre Leichen nie gefunden wurden.