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Frankreichs Sozialisten jubeln - schon vor dem eigentlichen Sieg

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Frankreichs Sozialisten jubeln - schon vor dem eigentlichen Sieg

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In Frankreich haben die Anhänger der Sozialisten allen Grund zur Freude. Nach der ersten Runde der Parlamentswahlen liegt die Sozialistische Partei deutlich vorn. Wegen des Mehrheitswahlrechts wurden nur wenige Abgeordnete gleich im ersten Wahlgang direkt gewählt. Am kommenden Sonntag geht es eigentlich nur noch darum, ob es den Sozialisten gelingt, auch ohne die Koalitionspartner – die Grünen oder die extreme Linke -, die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung zu erreichen.

Selbst François Hollandes Vorbild François Mitterrand verfügte über keine absolute Mehrheit im Parlament. Aber jetzt heißt es, sogar Angela Merkel wünsche sich in der Euro-Krise einen starken sozialistischen Präsidenten.

Frankreichs Konservative – von Sarkozys UMP – werden nicht nur viele Abgeordnete verlieren, sondern haben auch Mühe, eine klare Gangart gegenüber der extremen Rechten festzulegen.

Marine Le Pen liegt in ihrem Wahlkreis nach der ersten Runde vorn – sie wettert gegen das Mehrheitswahlrecht und hofft auf insgesamt fünf Sitze für die rechtsextreme Nationale Front.
Neben der Parteichefin Marine Le Pen könnte ihre Nichte Marion Maréchal-Le Pen ihren Wahlkreis gewinnen – ebenso wie der landesweit bekannte Anwalt Gilbert Collard. Die rechtsextreme Partei hat ihre profilierten Kandidaten in Wahlkreisen platziert, in denen Marine Le Pen bei den Präsidentschaftswahlen ein besonders gutes Ergebnis erzielt hatte.